Landesbischof Dr. Johannes Friedrich predigte
am 22. Juli 2007 zum 1000-jährigen Kirchenjubiläum.

  Höhepunkt der vielen Feiern zum 1000-jährigen Bestehen der Kirchengemeinde Melkendorf war der Gottesdienst mit Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Wegen der unsicheren Wetterlage musste das große Ereignis, das als Open-Air-Gottesdienst am Schloss Steinenhausen geplant war, in die Kulmbacher St.-Petri-Kirche verlegt werden.

  Der ranghöchste Vertreter der Lutheraner in Bayern sprach von einem staunenswerten Jubiläum. Die Kirchengemeinde Melkendorf entstand in einer Zeit "als von München und Nürnberg noch keine Rede war". Einen großen Bogen schlug der Bischof von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die heutige Zeit. Den Christen bleibe im Rückblick auf das göttliche Wirken nur die Dankbarkeit.

  Viele Christen zweifelten daran, dass sie immer von Gott bewahrt würden, so der Bischof weiter. Gott bewahre uns aber nicht vor den Tiefen unseres Lebens, sondern in den Tiefen des Lebens. Dies geschehe nicht auf magische Weise, sondern im Umgang mit dem Wort und den von Christus eingesetzten Sakramenten.
  Es gebe zwei menschliche Grundhaltungen, so Dr. Friedrich weiter. Die eine äußere sich vor allem in der Dankbarkeit und Zufriedenheit; die andere in Missgunst und Unzufriedenheit, was ein tragischer Irrtum sei. Als einen beispielhaften Ausdruck von Dankbarkeit bezeichnete der Landebischof die Auslegungen Martin Luthers zum christlichen Glaubensbekenntnis.

  An dem eindrucksvollen Gottesdienst wirkten der Bezirksposaunenchor unter der Leitung von Hermann Weiß, der Dekanatschor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Ingo Hahn und das Bandprojekt "JJMSL" der Evangelischen Jugend mit.
  Nach dem Festgottesdienst und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Kulmbach stattete der Bischof auch der "Jubilarin", der Kirchengemeinde Melkendorf einen Besuch ab. Vor einer kurzen Andacht gab der Melkendorfer Pfarrer Klaus Spyra einen Rückblick auf die Melkendorfer Kirchengeschichte.

  Der Landesbischof, der von der renovierten St.-Aegidius-Kirche sichtlich beeindruckt war, trug sich in die Pfarrchronik der Kirchengemeinde ein.

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