Die St.-Aegidius-Kirche
Die Sankt-Aegidius-Kirche gehört zu den ältesten Kirchen in Oberfranken. Der älteste Fund weist in vorgotische Zeit vor 1227 zurück. Diese Kirche ist 1430 von den Hussiten zerstört worden.

St.-Aegidius-Kirche
Bilder unserer Kirche von außen.
Bilder unserer Kirche von innen.
Die Widmung einer Kirche an einen Heiligen wird "Patrozinium" bezeichnet.
Unsere Kirche ist dem Sankt Aegidius geweiht.
Hier erfahren Sie mehr von ihm.
Bilder vom Inhalt der Turmkugel.
Bilder von der Abnahme der Turmzier am 16. Mai 2006.
Bilder von der Turmbekrönung am 3. August 2006.
Bald darauf erhob sich eine neue Kirche, stattlicher als je zuvor. Sie wurde der Zeit entsprechend als Kirchenburg im gotischen Baustil erbaut, in der Nacht zum 15. Juli 1553 im Markgrafenkrieg aber durch bundesständische Truppen zusammen mit dem Pfarrhaus und vielen anderen Gebäuden im Dorf bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Damit war die Kirchenburg in Schutt und Asche versunken.

Man begann jedoch schon drei Jahre später mit dem Wiederaufbau (1556). Die Geldmittel hierfür wurden von den Pfarreinkünften, den Spenden der Eingepfarrten sowie zu einem großen Teil von dem Erlös einer Sammlung im weiten Umkreis aufgebracht.

Während des 30jährigen Krieges erlitten Kirche und Ortschaft wiederum großen Schaden (1632 und 1634). Die Einwohner waren mit ihrem Hab und Gut in die umliegenden Wäldern oder auf die Plassenburg geflüchtet. Die Feinde brandschatzten die Häuser und raubten die Kirche aus. In einer heimlichen Kammer im Gewölbe der Kirche, hatten die flüchtenden Einwohner versteckt, was ihnen wertvoll erschien: Kleidung, Küchengeräte, Lebensmittel, Getreide, Federbetten, auch Fässer mit Bier. Ein Verräter jedoch führte die Feinde zu dem Versteck. Sie schlugen die Kirchenfenster ein, schändeten den Altar und brachen die Opferstöcke auf.

In den Jahren 1730/31 ging man daran, die Kirche völlig umzubauen und zu erneuern. Sie erhielt anstatt des Tonnengewölbes ihre herrliche Barockdecke, die noch heute eine Sehenswürdigkeit darstellt. Bei der 1974 durchgeführten gründlichen Renovierung bekam sie schließlich ihr derzeitiges Aussehen.
Später wurde unter dem Fußboden des Kirchenschiffes zwei Kapitelle (= obere Abschluss einer Säule) gefunden, von denen das eine heute noch in der Sakristei sichtbar eingemauert ist, das andere ist an der Nordostseite des Kirchenturms. Beide Kapitelle bezeugen einen romanischen Kirchenbau um das Jahr 1100, dem ein Bau vermutlich aus Holz vorausging.
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